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Reptilien
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Futter


-Drosophila
-Springschwänze
-Ofenfischchen
-Wiesenplankton



Pfeilgiftfrösche brauchen Unmengen an kleiner Nahrung. Sie sind relativ kleine Jäger aus einer feuchtwarmen Umgebung. Somit ist ihr, selbst für Frösche, reger Stoffwechsel kein unerklärliches Phänomen. Die meisten Terrianer füttern ihre Pfleglinge alle zwei bis drei Tage und lassen sie dabei soviel fressen wie sie möchten. Allerdings gibt es auch Berichte über zu fette Frösche. Durch aufmerksames beobachten beim Füttern kommt man schnell dahinter wie viel für die Frösche gut ist. Man sollte aber ein trächtiges Weibchen nicht mit einem zu fetten Frosch verwechseln, denn die eiertragenden Tiere dürfen auf keinen Fall unterernährt werden. Nach kurzer Beobachtungszeit und einer guten Buchführung sollte man schnell das richtige Maß finden und ein trächtiges Weibchen von einem überfütterten Frosch unterscheiden können.

Obwohl Ameisen in der Heimat der Pfeilgiftfrösche mit den größten Teil der Nahrung ausmachen, werden sie im Terrarium selten angenommen. Alle Arten von kleinen Spinnen und Weberknechten werden von den Fröschen gerne angenommen. Allerdings hat sich kaum jemand die Arbeit gemacht Spinnentiere zu züchten, da diese einen recht langsamen Lebenszyklus haben. Blattläuse und kleine Fliegen werde ebenfalls von den Fröschen gerne gefressen. Viele Terrianer nehmen sich nicht die Zeit Wiesenplankton zu Keschern und verbringen lieber einige Stunden mit der Zucht von Futterinsekten. Auch Obstfliegen und Grillen wollen versorgt werden. Ständig muss man die richtige Größe aussortieren, neue Behälter anlegen usw., nur um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten. Leider passiert es immer wieder das eine Futterzucht plötzlich umkippt und dadurch ein Nahrungsengpass entsteht. Allein dieses Futterproblem ist der Anlass dafür, dass sich viele Terrianer nicht mit den Pfeilgiftfröschen befassen wollen.



Drosophila

Die Taufliegen (Drosophilidae), auch Frucht-, Obst- oder Essigfliegen genannt sind das wohl meistgenutze Futter für Pfeilgiftfrösche. Im Bereich der Terraristik werden 2 Arten genutzt. Zum einen die kleinere, hellere Art: Drosophila melanogaster und die größere Art: Drosophila hydei. Beide Arten lassen sich hervorragend vermehren, wobei man die ersten Fliegen bei der kleinen Art bereits nach 1-2Wochen entnehmen kann, bei der großen Art dauert es ca. 3-4Wochen.

Zur Zucht eignen sich am besten Plastikdosen mit 1/2 bis 1 Liter Fassungsvermögen, wie sie im Terraristikhandel oder im Gastronomiebedarf zu haben sind. Diese füllt man ca. 2 Zentimeter hoch mit dem Zuchtbrei und gibt als Lauffläche noch ein Bündel Holzwolle dazu. In den Deckel sticht man entweder kleine Löcher oder verschliesst das Glas, nach dem Zugeben von etwa 50 Fliegen, mit einem alten Nylonstrumpf oder 1-2 Lagen Küchenkrepp, welchen man mit einem Gummiband befestigt. Die Zucht kann bei normaler Zimmertemperatur erfolgen, besser sind jedoch 2-3 Grad mehr.

Leider kommt es nach einigen Wochen meist zu einem mehr oder weniger starken Milbenbefall, der dem Zuchterfolg schadet, daher sollte man die alten Zuchtansätze entsorgen. Um den Milbenbefall zu verhindern, stellen viele Terrarianer ihre Zuchtansätze in Schalen, die mit Seifenwasser gefüllt sind, sodass die Milben nicht von einem Ansatz auf den nächsten überspringen können.

Vor dem Verfüttern der Fruchtfliegen sollte man sie noch mit einem Vitaminpräparat bestäuben. Dazu klopft man eine entsprechende Menge der Fliegen in ein Glas, in welches bereits das Präparat geschüttet wurde, und schüttelt das ganze leicht durch. Die so bestäubten Fliegen kippt man nun in ein kleines Teesieb und klopft das überschüssige Pulver ab, danach leert man das Sieb mit den Fliegen im Terrarium aus.


Nährbreie gibt es soviele wie es Froschzüchter gibt, daher sollte jeder am besten selbst mal ausprobieren welches Rezept bei ihm am besten funktioniert. Trotzdem hier an dieser Stelle eins mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe:

Zutaten:
  • 1,5 Liter Wasser
  • ein Paket Haferflocken
  • 3 Bananen
  • ein halber Teelöfel Trockenhefe
  • etwas Zucker und Essig
Zubereitung:

Zuerst das Wasser kochen, und nach Erreichen des Sidepunktes den Topf vom Herd nehmen. Nun gibt man nach und die Zutaten in den Topf. Die Bananen werden mit einem Mixer zerkleinert und zusammen mit den Haferflocken in den Topf gegeben. Danach schüttet man den Zucker, einen Schluck Essig und die Hefe unter ständigem Rühren in den Topf. Nun noch kurz abkühlen lassen und danach die Dosen damit befüllen.

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Springschwänze

Das ideale Futter für kleine Froscharten, aber auch eine willkommene Futteralternative für größere Arten, sind Springschwänze. Die Springschwänze (Collembola) werden traditionell zu den Insekten gerechnet, heute jedoch als eigene Klasse von diesen abgetrennt. Ihre evolutionare Schwestergruppe sind wahrscheinlich die Beintastler (Protura) innerhalb der Sechsfüßer (Hexapoda). Sie erreichen eine Körpergröße von 0,2 mm bis zu 1 cm und halten sich primär in der Humusschicht auf. Charakteristisch für diese flügellosen Tiere ist ihre Sprunggabel (Furca), die unter den Körper geklappt werden kann. Von den weltweit etwa 6000 Arten findet man in Europa immerhin 2000.

Als Futter für unsere Pfeilgiftfrösche eignen sich am besten die einheimischen, weissen Arten, sowie die tropischen, dunkel-gefärbten Arten. Unsere einheimischen Springschwänze sind leicht zu finden (in Blumentöpfen, im Garten, etc.), gut zu vermehren und aufgrund ihrer hellen Körperfarbe eine leichte Beute für die Frösche. Die tropischen Arten halten das Klima in den Terrarien besser aus und sind nicht so anfällig gegen Raubmilben wie die einheimische Art.

Die Zucht beider Arten gestaltet sich relativ unkompliziert. Alles was man braucht sind mehrere kleine Plastikdosen (Heimchendosen ohne Belüftungslöcher) in die man eine Scheibe Weisstorf legt. Als Futter dienen zum Beispiel, frische Championscheiben, Kartoffelpüree-Pulver, Kartoffelscheiben, Fischfutterflocken etc. Man sollte darauf achten, nicht zu große Mengen zu füttern, um Schimmelbildung zu vermeiden, dafür lieber häufiger füttern. Hin und wieder sollte ausserdem der Bodengrund befeuchtet werden. Die einheimischen Arten kann man bei Temperaturen um die 12-20Grad Celsius züchten, die tropische Art bei einer Temperatur um die 25Grad.

Zum Verfüttern der Springschwänze kann man einfach die Heimchendose im Terrarium ausklopfen, oder die ganze Dose für einige Zeit ins Terrarium stellen. Die Frösche machen sich sofort über den gedeckten Tisch her.

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Ofenfischchen

Das Ofenfischchen (lat. Thermobia domestica) ist in Mittel- und Südeuropa sowie Vorderasien weit verbreitet. Es ist, wie das bekannte Silberfischchen, ein Urinsekt. Die Tiere erreichen eine Größe von maximal 12 mm.

Wie der Name andeutet, benötigt das Ofenfischchen viel Wärme und überlebt nur bei Temperaturen über 30Grad Celsius. Ofenfischchen lieben die Dunkelheit, und können völlig ohne Lichtzufuhr auskommen. Sie ernähren sich von organischen Materialien, besonders Zellulose, Zucker und Stärke.

Die Weibchen erkennt man an ihrem langen Legestachel. Die Weibchen legen in regelmäßigen Abständen 5–40 Eier ab. Bei optimalen Bedingungen schlüpfen die Jungen nach 14 Tagen. Die Entwicklungszeit bis zum ausgewachsenen Tier beträgt drei bis sechs Monate

Zur Zucht wird ein größeres, glattwandiges Gefäß mit nicht zu großer Lüftungsfläche benötigt. Wie zum Beispiel ein kleines Aquarium mit einem Gazedeckel. Ein Bodensubstrat wird nicht benötigt. Zur Vergrößerung der Lauffläche legt man einige Eierkartons in das Gefäss. Zusätzlich legt man noch einige Wattebällchen dazu, da Ofenfischchen ihre Eier gerne in diesen ablegen. Da Ofenfischen ihren Flüssigkeitsbedarf über die Luftfeuchtigkeit aufnehmen, wird zusätzlich noch ein kleines Glas mit Wasser in das Gefäss gestellt. Um ein Ertrinken der Ofenfischchen zu verhindern, spannt man noch ein Stück Stoff über das Glas. Die Zucht benötigt eine stetige Temperatur von 35-37Grad (oder noch mehr, ab 40Grad soll die Zucht regelrecht explodieren), daher stellt man das Zuchtgefäß am besten an einen geeigneten Ort, wie Heizungskeller oder Beleuchtungskasten, oder man legt eine Heizmatte/kabel unter das Zuchtgefäß. Als Futter können alle stärke- und zuckerhaltigen, trockenen Stoffe wie Fischfutter, Haferflocken, Milchpulver, trockenes Brot etc. gegeben werden. Der spätere Arbeitsaufwand hält sich sehr in Grenzen und besteht nur aus dem Nachfüllen des Wasserbehältnisses und dem Füttern. Zum Verfüttern der Ofenfischen kann man sie von einem der Eierkartons in einen Becher klopfen und dann ins Terrarium schütten.

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Wiesenplankton
Wiesenplankton werden die Insekten genannt, die man in Wiesen und Weiden finden kann. Dazu gehören Fliegen, Spinnen, Blattläuse, Heuschrecken etc. Es ist somit ein sehr abwechslungsreiches und nahrhaftes Futter für unsere Frösche. Um es zu gewinnen, nimmt man sich einen feinmaschigen Kescher und sucht sich eine frisch gemähte Wiese, die wegen der Schadstoffbelastung, nicht direkt neben einer Strasse oder eines Industriegebietes liegen sollte und auch nicht mit Insektiziden behandelt sein darf. Nun keschert man die Wiese ab und steckt die gefangenen Insekten in kleine Dosen mit ausreichender Belüftung. Zu große Insekten sortiert man dabei direkt aus. Zur Verfütterung leert man die Dosen einfach im Terrarium aus. Ein Bestäuben der Insekten mit Vitaminenpräparaten ist wegen des hohen Nährstoffgehaltes nicht notwendig.
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